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Tag 16 Phoenix to Grand Canyon


Heute hiess es Abschied nehmen von Phoenix.
Hab jede Minute ausgenutzt bevor ich ausm Hotel ausgecheckt bin.
Danach gings auf die Reise. Erstmal so 360 km bis zum Canyon. Wollte
zu diesem Aussichtsturm, und nur dahin...zunächst. Kaum auf der Bahn, gings
auch schon los mit den "Kaktussen" die da rumstehen und eine recht anschauliche
Kulisse bilden auf den Hügeln. Vorbei gings am Montezuma Castle,
welches ich 2004 schon besucht hatte. Wäre schön davon nochmal paar HD Aufnahmen gehabt zu haben, aber es hätte zuviel Zeit gekostet, da ich ja noch am selben Tag in Page ankommen wollte.
Also gings über Flagstaff zum Grand Canyon. Wetter war echt gut und so kam ich dann recht früh am Canyon an und hab die Cam ausgepackt.

Deswegen wenig Worte, mehr Bilder :)
Sind echt schöne Aufnahmen rausgekommen und ich kanns kaum erwarten die daheim anzuschauen, mit 3 Meter Bildbreite, IN HD ! HEHEHE !

Hab dann noch meine "Maistortillas" an die Krähen verfüttert, ungeniessbar !

Lieber die Mehltortillas, da bin ich regelrecht süchtig nach...
Iss zwar verboten zu füttern, aber die armen Vögelchen habens so kalt.
Und kalt wars da echt ! Und ein Wind ging, brrrr...
Bin dann in Anbetracht des schönen Wetters noch paar Punkte abgefahren und hab ein paar Minuten mehr investiert in die schöne Aussicht.

Es wars echt wert, die Stille zu geniessen und über diese endlose Weite zu schweifen, nicht nur mit der Kamera.
Also es dann dämmerte hab ich mich aufn Rückweg gemacht, bzw auf den Weg nach Page.
Im Hotel angekommen, bei wohlgemerkt EISIGEN Temperaturen, musste ich erstmal
auf nem Trolley die ganzen Gepäckstücke ins Zimmer bringen.

Nachdem ich ausgepackt hatte, war die Heizung immer noch nicht warm, so das ich ein anderes Zimmer verlangte.
Aber ich hab da erstmal die Heizung angemacht bevor ich mein ganzes Gerümpel eingepackt hatte wieder, das is nämlich echt Arbeit, und mir wurde ja ne Stunde geklaut wegen den Zeitzonen.
Also bin ich erstmal zum Lake Powell Damm gefahren, zwecks Bilder, hab das Auto getankt und mir im Walmart ne Creme für die Hände besorgt, denn die waren durch die Luft recht porös geworden.
Also ich zurückkam ging auch im neuen Zimmer die Heizung nicht. Als mir dann ein Drittes angeboten wurde, und es schon 12 Uhr war, hab ich dankend abgelehnt und mich ins kalte Zimmer gelegt mit den Klamotten :)
Musste ja schon wieder um 7 Uhr auf und bisschen Online und Bilderkram machen.
Man merkt wie wenig Zeit da bleibt, wenn man jeden Tag an die 1000 Bilder sortieren muss, hunderte Kilometer fährt, Attraktionen besucht , filmt usw. Hier und da kommt noch bisschen Arbeit aus D dazu, die man online erledigen kann.
So blieb mehr und mehr weniger Zeit fürs Berichttetippen :)
Die HD Cam wurde auch immer voller so das ich mir schon was überlegen musste wegen Speicherplatz.
Aber jetz erstmal ab in die kühle Heia...

 

 

 


 
Tag 17

Page, Antelope Canyon und Monument Valley


Punkt 7 hats Weckerchen geklingelt. Ich hab die kalte Nacht überlebt, sooo schlimm wars net.
Aber draussen waren es ca. -8 Grad und so fühlte es sich auch an. Nach dem "oppulenten" Continental Breakfast wo es ausschliesslich Teile mit 115% Zucker gab (ich kenns ja), hab ich dann das Auto eingeräumt und wollte mich auf den Weg zum Antelope Canyon machen und erst den Powell Damm am Tag knipsen.

Die Sonne schien, es war zwar kühl, aber es machte den Anschein ein guter Tag zu werden...
...doch dann schaltete ich mein PDA Navi ein und schon ging der Ärger los...
Plötzlich, nach 4 Jahren problemlosen Betriebes, hat es sich mitten in ÜSA resettet !
Alle 70 Adressen die ich mühselig eingespeichert hatte - daheim - damit ichs nicht hier machen muss ....... weg!!!

Programm, weg. Kein USB Kabel dabei, was ich noch in der Hand hatte vorher...
Die Stimmung war auf dem Höhepunkt. Ok, hatte ja mein Notebook mit GPS Empfänger als Ersatz, zum Glück, aber es is schon ein Umstand den ganzen Beifahrerfussraum mit dem Ding zu belegen, ausserdem is das Geschüttel beim Fahren nicht gerade förderlich fürs Gerät. Naja, bevor ich hier weiteraushole, sag ich das ichs 5 Tage geschafft hab mit dem Notebook, und danach hatte ich dank der Hilfe von Marc und Matze die ich umgehend informierte, das PDA wieder am Laufen.
(Den Bericht hier hab ich ja am Tag 29 geschrieben :) )
So berichte ich lieber weiter anstatt den Ärger zu beschreiben, obwohl mir der Tag ein wenig verdorben war.
Jedoch gings zunächst wie gesagt zum Powell Damm der leider hinter "MOSCHENDROOHHTZAAAAUN" war,
zumindestens auf der Brücke.

Ist ein wenig kleiner als der Hoover Damm, aber auch sehr schön.
Leider hat die Zeit nicht gereicht um den See zu fahren. Musste ja an dem Tag noch den Antelope Canyon sehen, der auch Zeit in Anspruch nimmt, und dann weiter zum Monument Valley.
Habe ne Zeit gebraucht bis ich den Punkt gefunden hatte wo die freundlichen Indianer mit den halb zerfallenen 4x4 Jeeps die Leute für 26 Dollar pro Nase über ne 6km lange
Sandige Holperstrecke (ein Flussbett) zum Eingang des 150 Meter langen, aber wunderschön verschwungenenen Canyons bringen.
Leider ist zu dieser Jahreszeit nie so richtig Licht, so das der Grossteil der Aufnahmen
nicht gerade gut geworden ist. Aber ich ab immerhin über 300 Bilder geknipst die doch z.T. schön geworden sind. Man müsste mal Zeit haben im Sommer...
So über 90 Minuten hab ich mich da aufgehalten, dann wurde zurückgehoppelt.
Der freundliche Indianer wiess mich noch darauf hin das in der Nähe von Page, etwas südlich, der Horseshoe ist !

Wie peinlich das ich das nicht gemerkt hab. Den wollte ich schon immermal
besuchen. Das ist die Stelle wo der Colorado River ne schöne Biegung macht die von oben aussieht wie ein Hufeisen, Horse Shoe eben. Leider musste man ca. 2km einfach über nen Berg krabbeln, im weichen Sand. Mit Stativ beladen ist das gar nicht so einfach, vor allem wenn man noch Probleme mit dem "Fahrwerk" hat so wie ich.

Aber ich habs auf mich genommen und wurde mit nem
schönen Ausblick belohnt. Aber an der Klippe gings rapide nach unten
so das ich mich nicht allzuweit nach vorne getraut hab.

Da kanns schnell zu Ende sein :)
Danach gings dann endlich auf den Weg zum Monument Valley.
Ca. 200km hatte ich bis zum Monument Valley und die Fahrt war nicht sonderlich anstrengend.
Es war aber leider wieder nur Zeit den "Steinhaufen" von der Ferne, bzw. ohne zwischendrin rumzufahren, anzukucken.
Immerhin hatte ich deshalb auch nen SUV genommen, FALLS ich Zeit gehabt hätte. War aber net...
So kam ich kurz vor Sonnenuntergang an und konnte paar schöne Aufnahmen machen. Auch Videotechnisch.
Jetzt waren es noch ca. 80 km nach Bluff, wo ich im Kokopelli Inn übernachten wollte. Den Tipp hatte ich von meinem Kollegen Matze der auch schon zuvor dort war, auf Hochzeitsreise (2005er Reisebericht übrigens
zu finden auf www.janaundmatze.de , SEHR EMPFEHLENSWERT! ).
In dem kleinen Motel, was eigentlich aus ein paar "Containern" bestand waren paar Ballonfahrer abgestiegen und kräftig am Feiern, was mich z.T. sehr genervt hat weil die Wände dünn wie Papier waren (in ÜSA eh üblich) und so musste ich leider mein TV ETWAS lauter stellen und Gegenfeuer geben. So manchmal hätte ich mir
schon ne kleine transportable Anlage gewünscht...
Aber wenigstens gabs Internet und die Heizung ging.

Man muss ja auch mal zufrieden sein :)
Jedoch die Zeit war wie immer knapp, so hab ich meine Bilder des Tages bearbeitet und mich abgelegt...

 

Tag 18 Von Bluff zu 4 Corners und Chinle


Nach der Nacht im Container (nicht Big Brother, sondern Big Kokopelli)
gabs erstmal Frühstückssandwiches und bisschen im Internet kucken was es Neues gibt.
Immerhin ist ab und an mal was Wichtiges zu erledigen. Hab etwas früher ausgecheckt da ich ja zu den 4 Corners wollte. Das ist der einzigste Punkt in den ÜSA wo 4 Staaten aufeinandertreffen.
Colorado, Utah, New Mexico und Arizona.

Das da kein Jahrmarkt vorzufinden ist, wusste ich natürlich vorher.

Also hab ich getankt und bin los. Waren nur 180 km und bei dem schönen Wetter keinerlei Anstrengung. Vorbei gings natürlich an Hügeln und interessanten Felsformationen.
Bevor ich ankam überquerte ich etliche Male die Grenzen verschiedener Bundesstaaten, und jedesmal stellen die ein Willkommenschild auf.

Hätten se die Grenze auch so entlang der Strasse legen können,
wär billiger gekommen...
Ok, da war ich nun an den 4 Corners. Nach dem obligatorischen Eintritt (der natürlich den Indianern zum Teil zufliesst, weil is ja "deren" Land, zumindestens GEWESEN) stand ich vor dem Denkmal.

Wie auf den Bildern zu erkennen ist hab ich sämtliche Variationen ausprobiert in 4 , 3, 2 oder nur einem Staat zu sein, gleichzeitig.
Auch die Zwansisch Kapp war in 4 Bundesstaaten gleichzeitig, wie auch mein Finger.
Schon interessant wie man ne Zeit rumbringen kann mit fast nixtun ausser von Staat zu Staat zu wandern.

Hatte versucht von Arizona nach Utah zu spucken, aber es ging ein strammer eisiger Wind, der die Spucke über New Mexico nach Colorado getrieben hat. Naja, beim nächsten Mal dann :)
Dann gings weiter nach Chinle. Den Tipp hab ich von nem "Unbekannten" ausm Forum bekommen.
Joe Davidson, gebürtiger Navajo. Dort gäb es nen Canyon der sehr schön sei mit ein paar Häusern die die Indianer vor hunderten von Jahren in die Steinwand gehauen haben.
Also wie das Montezuma Castle quasi das ich 2004 besucht hatte und das ich diesmal leider ausgelassen hab.

Der Weg dahin schien nicht gerade vielversprechend zu sein, bzw. es war ne
recht flache Landschaft. Aber im Prinzip is das wie beim Grand Canyon.

Is ja ne Schlucht, und kein Berg :)
So kam ich dann in Chinle an und es war recht früh. Hatte im Best Western eingecheckt, was ein etwas besseres Hotel ist.

Wollte im Tageslicht nochmal die Schlucht erkunden und so hab ich meinen
Krempel geschnappt und bin los. Waren ca. 10km zu fahren als ich dann die ersten Felsen sah.
Und im Abendlicht kamen die sehr gut rüber. Auf den Bildern sieht man es leider nicht so sehr, obwohl sie ok sind.

So bin ich dann nochmals ein paar Punkte abgefahren, nochmal ca. 10km,
bis ich dann an dem "White House" ankam. So heisst das "Gebäude" oder sollte man sagen der "Verhau" im Fels.

Man konnte zwar bis runterlaufen, aber das wären 6km Fussmarsch plus 300 Meter Höhenunterschied gewesen. Das konnte ich leider auch am Tag nicht bewältigen.

So muss ich vorlieb nehmen mit der Betrachtung aus der Ferne.

Aber es war schön über den Bereich zu schweben mit den Augen und immer
mehr und mehr verabschiedete sich das Tageslicht und mein Freund der Mond, den ich ja diese Tage ZIGMAL abgelichtet hab, erleuchtete die Umgebung.

Also hab ich noch paar Bildchen geknipst und bin dann ins
Hotel. Aber nicht ohne mir bei Churchs Chicken (ne Art KFC) noch vorher mein Abendessen gezogen hab :)
Der Tipp war mir jetzt schon die extra Reise wert und am nächsten Morgen wollte ich dann bei richtig Tageslicht nochmals los...
 

 
Tag 19

Chinle, Canyon de Chelly und weiter nach Albuquerque


Also nach einer sehr erholsamen Nacht im Best Western Chinle hab ich dann meine 7 Sachen gepackt und mich erneut auf den weg zum Canyon de Chelly gemacht. Diesmal hab ich aber mit dem "Nordrim" gestartet.
Man kann quasi um den Canyon rumfahren, zumindestens um das kleine Stück das ich mir angeschaut hab.
Geht ja noch zig Kilometer weiter. Aber der Bereich mit den "Häusschen" ist so die ersten 5-8 km.
Auf der Nordseite gibts nen Punkt wo man bis runter schauen kann und dort eine kleine Siedlung erblickt.
Dazu muss man aber nen guten Kilometer über Gestein laufen, und so richtig befestigt ist das nicht.
Macht man also nen Fehltritt, gehts erstmal gut 200-300 Meter abwärts. Lag auch Schnee so das es nicht ganz ungefährlich war.

Der Wind war EISIG so das ich mir meine Bose Kopfhörer aufgesetzt hab und sogar das noise cancelling angeschaltet hab. GUTE IDEE DAS ! Taugen nicht nur im Flugzeug oder beim Autofahren :)
Also hab ich mich mutig an paar Aussichtspunkte rangetastet und den Weg bis dahin fleissig geknipst und gefilmt.
An dem Punkt angekommen sah man die Siedlung als ob sie ganz klein in nem Schaukasten in nem Museum ausgestellt wäre.

So kommts einem auf den Bildern vor. Nach ein paar Minuten Aufenthalt
gings wieder zurück zum Auto und den ganzen Weg zurück zu den am Abend zuvor angefahrenen Punkten.
Auch meine beiden Freunde, die Hunde, habe ich wieder gesehen. Gehören halt Indianern die da auf den Parkplätzen stehen und versuchen den Touristen Schmuck zu verkaufen. Waren aber brav die 2, haben netmal gekläfft.
Ok, es waren ca. 30 km die ich rundumgefahren bin und so war ich wieder am Punkt wie abends zuvor.
Im Prinzip Luftlinie vielleicht 2 km von der anderen Seite wo es abwärts ging entfernt.
Leider kann man den Punkt von dort nicht richtig sehen. Auf dem Notebook sah man das aber recht deutlich, hoffe es kommt auf dem Bild gut rüber, na, das hätt ich mim PDA so nicht sehen können :)
Aber bei Tag gabs dann das White House besser zu sehen, und es liefen unten auch paar Leute rum, die man wie Ameisen wahrnahm.
Also es hat mir wirklich gefallen und so bin ich mit schönen Erinnerungen und Aufnahmen weitergefahren nach Albuquerque, nochmals 350 km zum Hotel. Wieder mit Bergen in der Ferne und endlosen Eisenbahzügen
die z.T. parallel mit der Interstate verlaufen. Bis zu 4 Loks hängen da vorne dran und wer weiss wie lang, etliche hundert Meter, sind die Dinger.

Da kann man froh sein, wenn man`s noch über ne Schranke schafft bevor
son Ding mit unglaublichen 5-10 Meilen die Stunde vorbeirauscht. Ja auch der liebe Mond hat mein Objektiv mal wieder magisch angezogen so das ich ihn während der Fahrt zufällig zwischen den Schornsteinen oder
was auch eimmer einer Fabrik, oder was auch immer, beim Aufgehen erwischte und erstmal von der Bahn abgefahren bin um etwas in Ruhe zu fotografieren und zu filmen. War auch besser so.

Denn oft fahre ich, lenke mit den Knien, hab in der einen Hand den Foto, und mit der anderen filme ich. :)
Mittlererweile wars schon dunkel und so hab ich ein bisschen gebraucht um das Super 8 Motel zu finden.
War mal wieder nicht genau auf der Karte und ich hab ja immer noch mein Notebook zum Navigieren genommen.
Wollte eigentlich noch zum Circuit City fahren wegen meinem USB Kabel fürs PDA, da Marc und Matze mir mittlererweile die Files bereitgestellt hatten, bzw. Marc zu meiner Mutter gefahren ist und erstmal alle Daten mitgenommen hat
und sie hochgeladen hat, damit ich sehen konnte was ich brauchte.
Aber ich war dann zu müde um da noch rumzugurken.

Immerhin hatte ich in Oki City wohl etwas Zeit mich drum zu kümmern.
Also gings ab in die Heie, aber nicht ohne vorher noch die Bilder zu sortieren, nummerieren usw. Wie jeden Abend...

 

Mit freundlichen Grüssen
With Best Regards
Michael Müller
(Notebook)