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Peter, Bob und Justus in Vonhausen :-)

Eine kleine Detektivgeschichte (Auszug aus dem ZWANSISCH-Hochzeitsbuch) von den berühmten und beliebten 3 Fragezeichen-Detektiven Peter, Bob und Justus :-)))

Written & Erfunden by .... meiner lieben Schwägerin und Hasi-Schwester ..... BRITTA :-)))

 

Die drei ??? ....

und die verschwundene Braut!

Teil 1

 

Der erste Detektiv Justus Jonas stöhnte. Es war einfach unerträglich warm in diesem Hotelzimmer. An Peter gewandt seufzte er: "Weißt Du Peter, wenn Du das nächste Mal eine Reise gewinnst, dann erkundige Dich erst einmal, ob die Hotelzimmer auch eine Klimaanlage haben. Diese Hitze ist ja nicht auszuhalten!"

Peter sah augenrollend zu Bob. Langsam nervte Justus ganz gewaltig und es war nicht das erste Mal, dass er sich wünschte, er wäre lieber alleine gefahren.

Vor ein paar Wochen hatte er bei einem Preisausschreiben seiner Bank in Rocky Beach eine mehrtägigie Reise in die Bankenmetropole Deutschlands, nämlich Frankfurt, gewonnen.

Als Justus und Bob davon erfuhren, hatten sie kurzerhand ihre Finanzen überprüft und sich Peter angeschlossen. Vor ein paar Tagen nun waren sie nach einem langen Flug gelandet und hatten sich gleich auf eine ausgedehnte Erkundungstour quer durch die Stadt gemacht. Nachdem sie sich allerlei Sehenswürdigkeiten mit dem Ebbelwoi-Express angeschaut hatten, saßen sie nun in dem warmen Hotelzimmer des Kaiserhof-Hotels und wischten sich abwechselnd den Schweiß von der Stirn.

Während Peter und Bob einfach nur das Faulenzen genossen, nörgelte Justus ständig herum. Ihm war langweilig. Das einzige Mal das Justus nichts zu meckern hatte, war bei den Mahlzeiten, denn die deutsche Küche besänftigte ihn jedes Mal auf`s Neue. Besonders bei Schweinebraten mit Klößen und Rotkohl hörte man nur Aah`s und Ooh`s von ihm. Aber schließlich konnte man ihm doch nicht ständig Essen vorsetzen, nur um einen Moment seine Ruhe zu haben.

Doch genau das schien Bob gerade zu denken, den just in diesem Moment schlug er einen Besuch in der Szene-Bar "Living XXL" vor, die sie sich bei ihren ersten Ausflügen gleich um die Ecke ihres Hotels entdeckt hatten. So wirklich begeistert war Justus nicht, doch er stimmte zu. Alles war besser, als die stickige Luft in diesem Zimmer. Und wer weiß, vielleicht passierte doch noch etwas, was ihm die Langeweile vertrieb.

 

Unter den großen Sonnenschirmen im Außenbereich der Bar und mit einem riesigen Milchshake vor ihnen auf dem Tisch, ging es den dreien bald besser. Am Nachbartisch hatte sich eine Gruppe mit jungen Leuten niedergelassen und bald kamen sie mit Justus, der Deutsch recht gut verstand, ins Gespräch. Sie erzählten, daß sie aus einer kleinen Stadt kamen, die etwa 50 km nord-östlich von Frankfurt lag und das sie wegen des Freizeitangebotes ständig nach Frankfurt kamen. Bei ihnen auf dem Land gab es nicht viel Abwechslung. Außer ein paar historischen Sehenswürdigkeiten und einigen langweiligen Gaststätten sei die kleine Stadt doch recht öde.

Justus horchte auf. Das klang doch ganz interessant. Da war die Rede von einer historischen Burg, einem Fürstengrab und einem Wall, den die Römer errichtet hatten. Die Neugier des ersten Detektivs war geweckt. Er liebte es sein Wissen ständig zu erweitern. Jetzt musste er nur noch die beiden anderen zu einem Ausflug dorthin überreden.

 

Nach heftigen Diskussionen auf dem Rückweg zum Hotel, hatte Justus schließlich Peter und Bob überredet doch den Rest der Reise mit Erkundungen rund um das kleine Städtchen namens Büdingen zu verbringen.

 

Am nächsten Morgen ging es mit Landkarten und Reiseführern bewaffnet schließlich Richtung Büdingen los. Dort angekommen suchten sie sich einen Bus, der in das kleine Dorf mit dem komischen Namen Altwiedermus bringen sollte. Und endlich standen sie am Fuße der Ronneburg.

 

Justus` Begeisterung erlosch jedoch schnell, als ihm klar wurde, daß er den ganzen Weg zur Burg hinauflaufen musste. Doch die Führung durch die Burg und der Besuch in der Falknerei ließen ihn bald die Anstrengung des Aufstiegs vergessen. Nach einem ausgedehnten Aufenthalt und einer ausgiebigen Stärkung im Burgrestaurant machten sie sich auf den Rückweg. Doch als sie an der Bushaltestelle ankamen, mussten sie feststellen, daß sie den letzten Bus nach Büdingen verpasst hatten. Peter verschaffte seinem Ärger Luft und machte Justus` Wissensdrang für die Verspätung verantwortlich. Dieser, endlich wieder zufrieden mit sich und der Welt, schlug einen Fußmarsch nach Büdingen vor. Und nach dem studieren des Kartenmaterials machten sie sich auf den Weg. Vorbei an einem kleinen idyllischen Ort Namens Diebach am Haag, mussten sie feststellen, daß sich der Himmel über ihnen rasch verdunkelte und Bob drängte zur Eile. Schnell verließen sie die Straße und liefen querfeldein. In der Ferne begann das herannahende Gewitter zu grollen und erste Blitze zuckten über den Himmel.

 

Sie fingen an zu rennen und mit den ersten dicken Regentropfen erreichten sie ein Ortsschild.

 

Ein Haus mit hell erleuchtendem blauen Sockel stand am Ortseingang. Die Aufschrift "ZWANSISCH" fiel den dreien sofort ins Auge.

Doch für lange Diskussionen, ob dies vielleicht eine Gaststätte oder ähnliches war, blieb keine Zeit, denn sie waren inzwischen völlig durchnässt und so beschlossen sie - einfach an der Haustüre zu klingeln.

Die Tür öffnete sich und ein junger Mann in grauen, ausgeleierten Jogginghosen und mit Schweißperlen auf der Stirn öffnete ihnen.

"Guten Tag, mein Name ist Justus Jonas und das sind meine Freunde Peter Shaw und Bob Andrews. Wir sind auf dem Weg nach Büdingen, aber das Gewitter hat uns überrascht. Dürfen wir uns einen Moment bei ihnen unterstellen?"

Mit einem Grinsen im Gesicht bat der junge Mann sie herein. Justus erklärte woher sie kamen und das sie auf einer Erkundungstour rund um Büdingen seien. Der junge Mann überlegte nicht lange und holte ihnen erstmal ein paar Handtücher, damit sie sich abtrocknen konnten.

Einigermaßen trocken und mit einem kühlen Getränk Namens "Waldschlossbräu" saßen die drei ??? kurze Zeit später mit ihrem Gastgeber, der sich als Jürgen vorstellte, in einem kleinen behaglichen Wohnzimmer zusammen und seine lockere Art machte ihn sehr sympathisch. Er erzählte, daß er mitten in den Vorbereitungen zu seiner Hochzeit stecke und er noch so manche Ideen für das große Fest verwirklichen wolle, aber die Zeit einfach nur so davonrenne. Peter war begeistert von Jürgens Ideen und bot, ohne lange zu überlegen, spontan ihre Hilfe an.

Plötzlich hörten sie wie sich die Haustüre öffnete und eine dunkelhaarige junge Frau, die schwer beladen war, kam herein. "Das ist mein Hasi", stellte Jürgen sie den dreien vor. Sie grinste, schüttelte den Kopf und sagte: "Eigentlich heiße ich Katja und wer seid ihr?" Jürgen und Justus klärten sie auf und Katja versorgte sie mit weiteren "Waldschlösschen" (Welche sich als sehr süffig herausstellten)

und kleinen Leckereien. Es wurde ein unterhaltsamer Abend. Und als sich die drei ??? in Richtung Büdingen verabschieden wollten, hatte sich der Regen und das Gewitter schon längst verzogen. Spontan bot Jürgen den Detektiven eine Übernachtung in seinem Tipi-Zelt an, welches er hinten im Garten aufgestellt hatte.

Sie waren begeistert über die Göße des Zeltes. Schnell waren ein paar Schlafsäcke und Luftmatratzen geholt und sie konnten sich auf ihrem Nachtlager gemütlich einrollen. "Naja", sagte Bob, "schließlich sind wir ja auch halbe Indianer, so als Ehrenmitglieder vom Volk der Winde, und jetzt schlafen wir wenigstens einmal standesgemäß." Mit einem Lächeln auf den Lippen schliefen sie bald müde und erschöpft ein.

 

Nach einem langen erholsamen Schlaf und einem noch besseren deutschen Frühstück, lösten die drei ihr Versprechen ein und halfen Jürgen und einer lustigen Schar seiner Freunde, das Dorfgemeinschaftshaus zu schmücken, Getränkekisten zu tragen die Bühen und die Musikanlage aufzubauen. Alles unter Aufsicht von Jürgen`s Freund Harry, einem wahren Organisationstalent, Katja`s Schwester Britta und Jürgen`s Schwester Heike. Katja war zuhause geblieben und kochte mit Hilfe ihrer Mutter Karin und ihrer zweiten Schwester Sandra riesige Mengen Gulaschsuppe. Als alle erschöpft und hungrig zurückkamen lief Justus das Wasser im Munde zusammen und überlegte ernsthaft nach Deutschland zu ziehen, allein der guten deutschen Küche wegen.

Am späten Abend und nach einigen, jschon liebgewonnenen, "Waldschlösschen", luden Katja und Jürgen die drei ??? spontan zu ihrer Hochzeit ein, die am nächsten Nachmittag stattfinden sollte. Mit Freude stimmten sie zu. So eine echte deutsche Hochzeit und dazu noch die, eines so netten Paares, könnte ein krönender Abschluss ihres Deutschland-Trip`s werden. Zumindest allemal lustiger als der Aufenthalt in der großen Metropole Frankfurt, dachte sich Peter.

 

Der nächste Morgen begann etwas turbulenter als der vorherige. Einige letzte Vorbereitungen mussten noch getroffen werden und schneller als geplant, war der halbe Tag schon vorbei. Am frühen Nachmittag zog sich Katja mit ihrer Freundin Denise, die ihr die Hochzeitsfrisur zaubern wollte, ins Haus zurück. Jürgen erklärte den drei Detektiven, das es in Deutschland eigentlich Brauch war, daß der Bräutigam seine Braut erst in der Kirche sehen sollte, aber sie das nicht so genau nehmen wollten. Doch Katja bestände zumindest darauf, ihm erst in voller "Ausstaffierung" entgegenzutreten. Also begann auch Jürgen sich mit Dusche und Rasierapparat auf die kirchliche Trauung vorzubereiten.

 

Nach langer Zeit, in der sie alle schon längst fertig waren, ging endlich die Schlafzimmertür auf. Jürgen und auch die drei ??? blieb vor Staunen der Mund weit offen. Vor ihnen stand eine wunderhübsche Braut mit kleinen weißen Margariten in den kunstvoll aufgesteckten dunklen Haaren. Mit fragendem Blick sah sie ihren Bräutigam an und er blickte mit glänzenden Augen zurück. Unsicher, wie sie reagieren sollten fingen Justus, Peter und Bob an zu klatschen. Schließlich fand Jürgen endlich seine Fassung wieder und sagte: "DAS IST MEIN HASI!". Alle lachten laut auf. Doch viel Zeit blieb ihnen nicht, denn die Uhr verriet ihnen, daß sie zur Kirche fahren mussten.

Diese lag etwas außerhalb des Ortes auf einem Hügel und zum ersten Mal fielen den drei ??? zwei Figuren aus Heuballen auf, die wie ein Brautpaar aussahen.

"Das sind Katja und Jürgen", erklärte Franco, der (deutsch-) italienische Freund von Jürgen, der sich bereiterklärt hatte, die drei in seinem Auto mitzunehmen. "Das ist hier in Deutschland bzw. in ländlichen Gegenden so Brauch. Eigentlich haben früher nur die Bauern die Heuballenfiguren aufgestellt, aber mittlerweile tun es alle die Lust und die Möglichkeit dazu haben. Auch ich werde einmal, irgendwann, in Italien solche Strohballen aufstellen und mir dann den Rat zum fachmännischen Aufbau von Katja und Jürgen, sowie ihren hilfsbereiten Freunden Manuela & Peter aus dem nahegelegenen Dorf Eckartshausen, holen." Justus war begeistert, er hatte wieder was dazugelernt.

 

Vor der Kirche warteten so viele Leute auf das Brautpaar, das Peter sich fragte, ob vielleicht noch ein Prominenter erwartet würde. Aber die Beliebtheit des Brautpaares war offensichtlich, als sie mit Applaus begrüßt wurden.

Die Trauung war wunderschön und sogar Bob, der immer versuchte Kirchenbesuchen aus dem Weg zu gehen, war angenehm überrascht. Vielleicht lag es an der lockeren Art des Pfarrers Herrn Mohn oder den Tauben, die nach dem Ja-Wort draussen vor der Kirche aus einem Korb empor flogen, Bob wusste es nicht, aber es stimmte einfach alles. Nach dem Gottesdienst fuhren sie alle gemeinsam in einer langen Autoschlange zurück nach Vonhausen in das Dorfgemeinschaftshaus. Im Brautwagen saßen sogar noch zwei Freunde vom Brautpaar, mit den komischen Namen "Bierhorn" & "Bollepeter", die diese Fahrt bei irgendeinem "Gewinnspiel" gewonnen hatten. Auch dies hatten die drei Detektive bisher noch nicht gekannt. bzw. erlebt.

Als alle Gäste einen Platz gefunden und sich mit der leckeren Gulaschsuppe gestärkt hatten, begannen einige Freunde und Verwandte ein kleines Programm aufzuführen, in das auch die drei ??? miteinbezogen wurden. Später am Abend präsentierten Katja`s Mutter Karin und Schwester Britta eine gelungene Hochzeitstorte und das Brautpaar schnitt sie unter lautem Beifall an.

Als Bob 2 Stunden später auf den Parkplatz hinaustrat um Franco bei den geplanten Streichen für das Brautpaar zu helfen, kam ihnen Jürgen aufgeregt entgegengerannt! "Habt ihr Katja gesehen?", fragte er atemlos. Franco und Bob verneinten die Frage. Sie hatten sie zuletzt mit ihm zusammen beim Torteanschneiden gesehen. Jürgen erzählte das Katja kurz nach Hause fahren wollte, um sich ein paar bequemere Schuhe anzuziehen. Als sie nach gut einer halben Stunde noch nicht wieder zurück war, hatte er sich Sorgen gemacht und er war ihr nachgefahren, um nach dem Rechten zu sehen. Doch er hatte nur ihr Auto gefunden und von Katja fehlte jede Spur!!!

Sie beschlossen erst noch einmal im Gebäude zu suchen und dann erst die anderen Gäste nach dem Verbleib der Braut zu befragen. Doch es war wie verhext, sie fanden keine Spur. Bob beschloß Justus und Peter zu informieren und zusammen gingen sie nach draußen. Dort fanden sie einen ratlosen Jürgen, der zusammen mit Harry überlegte, was passiert sein konnte. Justus griff in seine Jackentasche, zog eine Visitenkarte hervor und übergab sie Jürgen .....

 

"Und was hat das zu bedeuten?" Der Bräutigam sah ihn ratlos an. Peter übernahm es, ihm von ihrer Detektivarbeit in Rocky Beach zu berichten und langsam kehrte wieder Farbe in Jürgen`s Gesicht zurück. "Na gut", sagte er, "wir haben gerade überlegt, ob es sich vielleicht um eine Brautentführung handeln könnte, wie sie auf manchen Hochzeiten Brauch ist. Allerdings wird die Braut dabei von Freunden aus dem Dorfgemeinschaftshaus entführt und man fährt mit ihr von einer Kneipe oder Disco zur anderen. Der Bräutigam muss sie finden und bei den "Entführern" mit dem Bezahlen der angefallenen Getränkerechnung auslösen. Also müssen wir reingehen und sehen, ob jemand aus unserem Freundes- oder Familienkreis fehlt".

Nachdem Harry, Franco und Jürgen quer durch die Halle marschiert waren, kamen sie wieder auf die drei ??? zu. "Fehlanzeige", sagte Harry. Keiner von denen, denen wir es zutrauen würden, fehlt. Es sind nur schon ein paar ältere Gäste nach Hause gegangen. Und was nun?" Justus knetete seine Unterlippe, wie er es immer tat, wenn er nachdachte. "Lass uns doch mal zu euch nach Hause fahren und nach Spuren suchen, vielleicht finden WIR ja was!"

 

ENDE Teil 1

 

 

Wird Jürgen seine Braut wiederfinden??? Was ist geschehen???

Dies alles .... demnächst in ...

"Die drei Fragezeichen und die verschwundene Braut!"

TEIL 2