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Zweiter Anlauf zur Sanierung von Wetterauer Straßen

15.05.2013 - BÜDINGEN

(rin). Nachdem im vergangenen Herbst auf Wetterauer Straßen nach einer Oberflächenbehandlung Mängel offensichtlich geworden waren (der Kreis Anzeiger berichtete), sollen ab Ende Mai entsprechende Sanierungsarbeiten vorgenommen werden. Bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Erich Spamer und Jürgen Lenz vom Bauamt der Stadt Büdingen an der K 221 in Wolferborn haben Vertreter von Hessen Mobil und der ausführenden Firma bausion Chemische Fabrik GmbH die weiteren Schritte zur Beseitigung der Mängel erläutert.

Die Oberfläche von elf Straßenabschnitten war im September mit einer Mischung aus Bitumenemulsion und Splitt behandelt worden. „Das sollte die Oberfläche versiegeln, damit im Winter kein Wasser eindringt und der Frost die Straßen nicht aufsprengt“, erläuterte Alexander Pilz, Regionalbevollmächtigter Rhein-Main von Hessen Mobil. Diese Korrektur sei zehn Mal billiger, als die Grunderneuerung der Straßen, ein gängiges Verfahren, um die Lebensdauer der Straße zu verlängern, und eine kostengünstige Alternative zu anderen Methoden. Bis die Straße tatsächlich erneuert werden müsse, könnten so weitere acht bis zehn Jahre ins Land gehen. „Doch dieses Mal ist das in die Hose gegangen“, bestätigte Pilz. Denn: Kaum waren die Bitumenemulsions- und Splittschichten aufgetragen, fingen sie an, zu bröckeln. Der Bitumen band nicht ab und der lose Splitt nervte nicht nur die Anwohner, sondern drohte, die Kanalsysteme zu verstopfen. Zudem beschwerten sich die Autofahrer über hartnäckige Bitumenspritzer an ihren Fahrzeugen.

„Das haben wir noch nie zuvor erlebt“, betonte Hans-Jürgen Besten, Geschäftsführer von bausion. Daher habe man Ursachenforschung betrieben. Es seien Bohrkerne entnommen und mehrere Gutachten in Auftrag gegeben worden. „Wir haben dieses Mal einen anderen Splitt verwendet, Basalt aus der Region, möglicherweise liegt darin die Ursache“, sagte Besten. Daher wolle man jetzt wieder den bewährten Diabassplitt vom Niederrhein verwenden. „Als wir damals feststellten, dass der Splitt nicht richtig abbindet und Rollsplitt entsteht, haben wir sofort gehandelt“, erläuterte Besten. Die Streckenabschnitte seien abgekehrt und zusätzliche Fräsarbeiten veranlasst worden.

Ende Mai soll mit den abschließenden Sanierungsarbeiten begonnen werden. Dann werden Bitumenemulsion und Splitt erneut aufgetragen. „Auch dieses Mal wird sich für drei bis vier Tage überschüssiger Splitt auf der Fahrbahn befinden. Ein Teil davon verfestigt sich, der überschüssige Splitt wird später abgekehrt, das ist also kein Grund, zu glauben, dass wieder was schiefgegangen ist“, betonte Pilz. Während der Trocknungs- und Aushärtungsphase gilt auf den Strecken Tempo 30. „Es ist wichtig, dass das Geschwindigkeitslimit strikt eingehalten wird, sonst wird der Split aufgewirbelt und es könnten Schäden an den Autos entstehen“, betonte Pilz. „Auf jeden Fall großen Abstand zum Vordermann halten“, riet Spamer, denn viele Schäden entstünden durch zu dichtes Auffahren. Im Falle der Fahrzeugverunreinigungen im Herbst habe sich die Baufirma sehr kooperativ gezeigt, die Reinigung von 30 Autos sei bereits übernommen worden, lobte Pilz

Folgende Strecken sind betroffen: die K 11 zwischen Wöllstadt und Rosbach, die K 363 zwischen Oberkleen und Ebersgöns, die Ortsdurchfahrt Gelnhaar, die L 3184 zwischen Wippenbach und Ortenberg, die Ortsdurchfahrt Steinberg, die K 188, die Kreisgrenze bis zur L 3138, die K 199 von Bobenhausen bis Schwickartshausen, die K 217 von Ortenberg bis Usenborn, die Ortsdurchfahrt Wolferborn, die K 227 und die L 3193 in Vonhausen. Eine Ausnahme bildet die L 3184 von Gelnhaar bis Wenings. Dort gibt es aktuell bereits eine Umleitung, es soll nicht zu zusätzlichen Behinderungen kommen. Daher werden die Sanierungsarbeiten erst im kommenden Jahr vorgenommen.

Die Ergebnisse der Gutachten sollen erst in etwa zwei bis vier Wochen vorliegen, daher wandte Lenz ein, ob es nicht besser wäre, mit den Sanierungsarbeiten zu warten, bis man wisse, wodurch die Mängel überhaupt entstanden seien. Doch davon will man bei Hessen Mobil offenbar nichts wissen. „Die Schäden sollen jetzt so schnell wie möglich beseitigt werden“, betonte Pilz.

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